Von dem Moment an, als der Vorspann von Die Teufelskönigin Wenn sich auf dem Bildschirm eine lebendige Collage aus Farben, Glitzer und skurrilen Grafiken im Aufkleberstil entfaltet, wissen Sie, dass Sie etwas Einzigartiges erwartet. Drehbuch und Regie: Antonio Carlos da FontouraIn dem Film, der jetzt in einer neuen 4K-Restaurierung erhältlich ist, spielt der legendäre brasilianische Schauspieler die Hauptrolle Milton Gonçalves als skrupellose queere Herrscherin der kriminellen Unterwelt von Rio de Janeiro, eine Queenpin, deren glitzerndes Make-up und extravagante Ensembles nicht verbergen können, wie halsbrecherisch sie ist. Locker inspiriert vom Leben von João Francisco dos Santosein Gangster aus den 1930er Jahren, der auch als Drag-Darsteller unter dem Namen Madame Satã (Madam Satan) auftrat, Die Teufelskönigin verschiebt die Handlung in die 1970er Jahre und zeichnet ein lebendiges, breiiges Porträt von Menschen, die am Rande der brasilianischen Gesellschaft um die Macht kämpfen.
Seien Sie schwul, begehen Sie Verbrechen
Diaba (Gonçalves) ist die Königin des Drogenhandels in Rio, den sie von ihrem pastellfarbenen Schlafzimmer im hinteren Teil eines Bordells aus regiert. Als sie herausfindet, dass eines ihrer Lieblingsspielzeuge für Jungen von der Polizei gesucht wird, weil es Drogen an Schulkinder verkauft hat, engagiert sie ihren vertrauenswürdigen Leutnant Catitu (Nelson Xavier), um jemand anderem das Verbrechen anzuhängen. Catitu konzentriert sich auf Bereco (Stepan Nercessian), ein Möchtegern-Gangster mit einer traurigen Kabarettisten-Freundin namens Isa (Odete Lara), der er ohne zu zögern eine Ohrfeige gibt, obwohl sie im Wesentlichen sein Leben finanziert.
Unnötig zu erwähnen, dass der Rahmen nicht nach Plan verläuft, insbesondere als klar wird, dass Catitu Diabas Thron im Auge hat. Was folgt, ist ein chaotisches Gewirr aus Doppelgängern und extremer Gewalt, das in einem extravaganten Blutbad gipfelt, das das Beste aus sich herausholt Tarantino zu beschämen.
Königin der Marginalisierten
Ursprünglich im Jahr 1974 veröffentlicht, Die Teufelskönigin war und bleibt ein bemerkenswert transgressiver Film, der die Vorstellung der Geschlechterbinärität aufgreift, in Stücke reißt und als Konfetti nutzt. Diaba verkörpert übertriebene Formen sowohl des Weiblichen als auch des Maskulinen, verkörpert durch die Art und Weise, wie sie in einem Moment ein Messer benutzt, um sich die Beine zu rasieren und im nächsten einen Diener zu verstümmeln, der ihr Unrecht getan hat. Sie ruft ihren Mob herbei, um auf sie zu warten, während sie mit einem ihrer Jungenspielzeuge im Bett faulenzt und verletzlich wirkt, in Wirklichkeit aber nie weniger als absolut gefährlich ist.

Dass Diaba Afro-Brasilianerin ist, trägt nur zu ihrem Status als Königin der Außenseiter bei; In einer rassistischen und homophoben Gesellschaft bedeutet es automatisch, als Ausgestoßener beiseite geworfen zu werden, wenn man sowohl schwarz als auch queer ist. Diaba umgibt sich mit anderen solchen Außenseitern und verlässt sich darauf, dass sie ihr treu bleiben, doch im Verlauf des Films fühlt sie sich aufgrund ihres mangelnden Vertrauens in alle um sie herum nur noch isolierter. Am Ende sind es nur die anderen queeren Menschen in ihrem Umfeld, die ihr zur Seite stehen und bereit sind, ihr Leben zu riskieren, um sie zu beschützen, so wie sie es für sie getan hat. Die ganze Besetzung ist großartig, aber Gonçalves beherrscht sie alle und strahlt Charisma und Bedrohung aus; Sie können nicht anders, als Diaba anzufeuern, damit sie die Verschwörungen gegen sie aufdeckt, bevor es zu spät ist.
Der Soundtrack von Die Teufelskönigin ist eine energiegeladene Mischung aus Funk und Rock, unterbrochen von schrillen elektronischen Klängen, die in Momenten hoher Spannung auftauchen. Die auffällige Farbpalette und die übertriebenen Kostüme tragen dazu bei, eine stark stilisierte Welt zu schaffen, in der sich die Blutexplosionen, die das Finale des Films durchdringen, nicht nur unvermeidlich, sondern auch völlig angemessen anfühlen. Besonders gut hat mir das Bühnenbild im Bordell gefallen, in dem Diaba lebt. In jeder Tür hängen regenbogenfarbene Luftschlangen und an den Wänden hängen aus Zeitschriften ausgeschnittene Glamourfotos. Es ist das genaue Gegenteil dessen, was man von einem Gangsterboss erwarten würde, und das ist einer der Gründe, warum es so reizvoll ist.

Abschluss:
Ein Film, auf den mit blutbespritzten Pailletten genauso gut „Kultklassiker“ geschrieben stehen könnte, Die Teufelskönigin macht wahnsinnig viel Spaß.
Die neue 4K-Restaurierung von „The Devil Queen“ wird am 12. Juni 2026 im Alamo Lower Manhattan in New York und am 17. Juni 2026 im Alamo Downtown LA in Los Angeles eröffnet. Weitere Märkte im ganzen Land werden folgen.
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Credit Post By: Lee Jutton