Die Aktionäre von Warner Bros. Discovery stimmten auf der Jahresversammlung des Mediengiganten am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit dafür, das 165-Millionen-Dollar-Gehaltspaket von CEO David Zaslav für 2025 abzulehnen.
Einer SEC-Einreichung vom Freitag zufolge stimmten insgesamt 244,5 Millionen Aktien für das Paket, verglichen mit 1,31 Milliarden Aktien, die dagegen stimmten, und 7,2 Millionen Aktien, die sich der Stimme enthielten.
Zaslavs jüngstes Paket, das sich von 51,9 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 mehr als verdreifacht hat, umfasste ein Grundgehalt von 3 Millionen US-Dollar, Optionszuteilungen in Höhe von 110 Millionen US-Dollar, Aktienzuteilungen in Höhe von 22,6 Millionen US-Dollar, 25,7 Millionen US-Dollar an nicht aktienbasierten Incentive-Plan-Vergütungen und 4,1 Millionen US-Dollar an „sonstigen“ Vergütungen.
Im Vergleich zum durchschnittlichen Durchschnittsgehalt eines WBD-Mitarbeiters von 119.748 US-Dollar im Jahr 2025 liegt Zaslavs Gehaltsverhältnis bei 1.378 zu 1 – das höchste unter seinen Hollywood-Kollegen. Ohne einmalige Zuschüsse sinkt dieses Verhältnis jedoch auf 463 zu 1.
Die Abstimmung erfolgte, nachdem die Aktionäre zuvor auf einer Sonderversammlung im April Zaslavs „Golden Parachute“ in Höhe von bis zu 887 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit dem Abschluss der bevorstehenden 110-Milliarden-Dollar-Fusion von WBD mit Paramount abgelehnt, aber dafür gestimmt hatten, die Transaktion selbst zu genehmigen.
Dieses Paket, das hauptsächlich aus Optionsprämien besteht, die an die ursprünglichen Pläne zur Aufteilung der linearen Netzwerke und Studios und Streaming-Geschäfte des Unternehmens geknüpft waren, umfasste 34.219.178 US-Dollar in bar, 517.204.781 US-Dollar an Eigenkapital und 44.195 US-Dollar an „Vergünstigungen und Vorteilen“.
Die Barkomponente umfasst eine Gehaltsabfindung in Höhe von 6 Millionen US-Dollar und eine Bonusabfindung in Höhe von 28,2 Millionen US-Dollar. Mittlerweile umfasst die Aktienkomponente 443.131.800 US-Dollar an Optionen, 60.867.415 an Restricted Stock Units und 13.205.566 an leistungsbasierten Restricted Stock Units.
Darüber hinaus hat Zaslav Anspruch auf eine Steuerrückerstattung, allerdings wird der tatsächliche Betrag gemäß den IRS-Regeln „im Laufe der Zeit erheblich sinken“, je nachdem, wann das Geschäft abgeschlossen wird. Hätte das Unternehmen am 11. März geschlossen, hätte Zaslav Anspruch auf eine Steuerrückerstattung in Höhe von 335,4 Millionen US-Dollar gehabt, womit sich sein geschätztes Gesamtvergütungspaket auf 887 Millionen US-Dollar erhöht hätte.
Basierend auf aktuellen Schätzungen der externen Steuerberater von WBD wäre bei einem Abschluss des Paramount-WBD-Geschäfts im Jahr 2027 nicht mit einer Steuererstattungszahlung an Zaslav zu rechnen.
Neben Zaslav kassierten Gunnar Wiedenfels, Chief Financial Officer von Warner Bros. Discovery, und Bruce Campbell, Chief Strategy and Revenue Officer, 17,67 Millionen US-Dollar bzw. 22,26 Millionen US-Dollar, während Streaming- und Games-Chef JB Perrette 22,53 Millionen US-Dollar erhielt.
Bei den goldenen Fallschirmen hat Wiedenfels Anspruch auf eine Gesamtauszahlung von 120 Millionen US-Dollar, Campbell auf 121,5 Millionen US-Dollar und Perrette auf 142 Millionen US-Dollar. Internationaler Präsident Gerhard Zeiler hat ebenfalls Anspruch auf eine Auszahlung von 82,6 Millionen US-Dollar.
Die Aktien von Warner Bros. Discovery, die am Freitagnachmittag bei 26,90 US-Dollar pro Stück gehandelt werden, sind in den letzten sechs Monaten um 10 % und im bisherigen Jahresverlauf um 5,7 % gefallen, sind aber im vergangenen Jahr um 164,7 % gestiegen.
Credit Post By: Lucas Manfredi