Voicemails für Isabelle ist ein Liebesbrief an die Heilung von Trauer

Während die Voicemails alle albern und verrückt sind und TMI-Comedy-Erleichterung bieten, können hoffnungslose Romantiker zusehen, wie diese beiden unwahrscheinlichen und chaotisch liebenswerten Charaktere eine Liebe finden, die bemerkenswert fundiert ist und die Realität der Liebe mit einer Authentizität einfängt, die sich sowohl erfrischend als auch zutiefst bewegend anfühlt. Deutch und Robinson liefern kraftvolle Darbietungen, die zeigen, dass der Prozess der Trauer und Heilung schön sein kann.

Das von Leah McKendrick inszenierte und geschriebene romantische Komödiendrama basiert auf ihren eigenen Erfahrungen mit dem Hinterlassen der Sprachnachrichten ihrer Schwester, nachdem sie nach Los Angeles gezogen war, um ihre Träume als Schriftstellerin zu verwirklichen. McKendricks Schwester Olivia lebte in New York, was bedeutete, dass es aufgrund der Zeitverschiebung schwierig war, sich zu treffen, wenn sie nicht beschäftigt waren. Also begann McKendrick, ihrer Schwester lange Sprachnachrichten zu hinterlassen, in denen sie über alles in ihrem Leben redete – und bemerkte, dass die Nachrichten ihr in einigen der dunkelsten Zeiten ihres Lebens geholfen hätten.

Zum Glück ist McKendricks Schwester noch sehr lebendig, aber die Voicemails als Erinnerungsmedium zu nutzen, ist ein meisterhaftes Werkzeug zum Geschichtenerzählen. Der Beginn des Films zeigt die Beziehung zwischen Jill und Isabelle, wie eng sie waren, und etabliert Isabelle als ihre eigene Figur. Wir lernen ihren Humor, ihre Traurigkeit und ihre Liebe zu Jill kennen. Sie ist nicht nur ein Handlungsträger für die Erzählung – wir lernen nach und nach etwas über sie, sogar ihren Wunsch, das Leben zu lieben, in sanftem, selbstironischem Humor.

Selbst mit einer kurzen Einführung wird Isabelle zu einer voll entwickelten Figur, deren Tod sich nicht nur in den Auswirkungen auf die Charaktere, sondern auch im Verlust ihrer Person bemerkbar macht. Trotz ihrer Prognose und der Tatsache, dass sie in einem Raum festsaß, fühlte sie sich von allen vorgestellten Charakteren am lebhaftesten. Die Zuschauer spüren das Fehlen dieser Lebendigkeit so sehr, dass man sich darauf freut, ihre Sprachnachrichten zu hören, wenn Jill die Stimme ihrer Schwester hören muss.

Die Voicemails zeigen, wer sowohl Jill als auch Isabelle sind, ohne dass Szenen zur Charakterentwicklung inszeniert werden müssen. Die Art und Weise, wie sie mithilfe von Technologie miteinander reden, offenbart eine Bindung und eine familiäre Intimität, die ihre Beziehung für alle sichtbar verkörpert. Umso tiefer wird die Melancholie, wenn Isabelle selbst keine neuen Nachrichten mehr hinterlassen kann. Trotzdem ist es schön zu sehen, dass Jill weiterhin mit ihrer Schwester redet, als ob sie nie gegangen wäre, obwohl sie ihren Tod eingesteht. Es herrscht eine Rohheit und völlige Verletzlichkeit, die manchmal so wirkt, als würde man sich eher einen Vlog als einen Film ansehen.

Trauer ist nicht linear und dieser Satz bringt das Hauptthema des Films auf den Punkt. Trauer als Prozess ist nie wirklich vorbei – der Unterschied besteht darin, dass man lernt, Wärme in der Erinnerung an das zu finden, was man verloren hat. Obwohl Wes seine Mutter in jungen Jahren verlor, geht er immer noch auf kleine Weise mit der Trauer um. Jills Trauer ist ein ständiger Kampf zwischen Weiterkommen und dem Gefühl, verloren zu sein. Trotz dieses neu entdeckten fehlenden Teils fühlt sich die Romanze zwischen Jill und Wes nie wie eine Brücke an, um Trauer zu vermeiden oder Isabelle zu ersetzen.

Credit Post By: Alec Bojalad

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